Paartherapie
Meine Arbeitsweise in der Paartherapie
3. Januar 2019
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Ich arbeite nach einem systemisch- integrativen Ansatz, den ich u.a. bei Herrn Dr. Gunther Schmidt (Milton-Erickson-Institut Heidelberg), Dr. Hans Jellouschek (Ammerbuch) und Friederike von Tiedemann (Freiburg) gelernt habe.

Systemischer Ansatz bedeutet, dass ich (auch in der Einzeltherapie) davon ausgehe, dass das Problem eines einzelnen nie alleine gesehen werden kann, sondern in Wechselwirkungen in seinem System entsteht (z.B. in der Familie oder am Arbeitsplatz). Jedes Phänomen- also auch Probleme oder konflikthaftes Verhalten und Denken- hat auch einen Sinn. Für eine Krise ist dabei nie ein Mensch alleine verantwortlich, sondern alle Beteiligten tragen dazu bei. Es gibt also nicht „den Täter“ oder „das Opfer“, weil es auch nie nur eine Ursache gibt.

Für die Paartherapie bedeutet das, dass ich allparteilich bin und gleichermaßen respektvoll und wertschätzend mit beiden Partnern umgehe und beide auch ähnliche Redeanteile in den Paargesprächen bekommen. Ich biete dafür einen sicheren und kompetenten Rahmen, in dem ich dafür sorge, dass die Kommunikation gewaltfrei und respektvoll erfolgt und man sich gegenseitig zuhört und ausreden lässt.

Integrativ heißt, dass ich Methoden aus unterschiedlichen Therapieschulen nutze wie z.B. der Verhaltenstherapie, der Gestalttherapie, der Tiefenpsychologie oder der Bewegungs- bzw. Körpertherapie. In all diesen Therapieschulen habe ich Weiterbildungen absolviert, so dass ich –je nach Person und Situation- individuell in meine „therapeutische Schatzkiste“ greifen kann.

Eine Paarkrise sehe ich dabei als Vorboten für einen (notwendigen) Wandel in der Paarbeziehung an. Dabei arbeite ich ressourcen – und entwicklungsorientiert. Das Paar soll die eigene Vergangenheit/ Geschichte und die des Partners besser verstehen (z.B. die Frage: „Warum bin ich so geworden wie ich bin und warum habe ich an bestimmten Stellen meine wunden Punkte? Warum habe ich mir ausgerechnet diesen Partner gesucht?) und die Selbstfürsorge genau so entwickeln wie die Achtung vor den Bedürfnissen und Grenzen des anderen. Das Verhalten (das Probleme macht) ist oft ein (missglückter) Lösungsversuch des Paares und hat in der Regel einen guten Grund.

Das Ziel ist, das Paar aus der Krise zu begleiten und das System zu stabilisieren. Zwischen den Terminen hat das Paar Zeit, neues Verhalten auszuprobieren und das, was in der Sitzung vereinbart wurde, konkret im Alltag umzusetzen. Ich geben dafür Übungen (sog. „Experimente“ oder „Hausaufgaben“) mit. Das konsequente Ausprobieren von beiden Partnern zu Hause ist ein wichtiger Bestandteil der Paartherapie und erhöht deren Erfolg.

Ich habe großen Respekt davor, wenn Paare um ihre Liebe und Beziehung kämpfen, da dies in einer Zeit, in der sich viele trennen, nicht selbstverständlich ist. Nach meiner Erfahrung und Haltung kann eine gemeinsam überwunde Krise zu einer Vertiefung und Verbesserung der Paarbeziehung und zu mehr Verbundenheit führen!

Sämtliche Informationen aus den Sitzungen unterliegen der Schweigepflicht.